Kirchen & Kapellen

Unsere Pfarrpatrone
        

 

Heiliger Lantpert von Freising

Der heilige Lantpert war einer der Nachfolger im Bischofsamt des heiligen Korbinian, dem Patron des Erzbistums München und Freising. Er kam 937 auf den Bischofsstuhl und beschützte einer Legende nach die Freisinger Bürger vor dem Ansturm der Ungarn auf die Stadt. Die Gebeine des Heiligen sind in einem Schrein im Freisinger Dom untergebracht, den die Lerchenfelder Gemeindemitglieder jedes Jahr zum Patrozinium im September besuchen.

       

 

Heiliger Erhard von Regensburg

Die Geschichte des heiligen Erhard beginnt bereits im siebten Jahrhundert. Einer Legende nach soll der in Südfrankreich geborene Erhard die von Geburt an blinde Tochter eines Fürsten getauft und dadurch von ihrer Blindheit geheilt haben. Die Attachinger Kirche ist dem heiligen Erhard geweiht.

 

 

Heiliger Bruder Konrad von Parzham

Der heilige Bruder Konrad hat die jüngste Geschichte der drei Pfarrei-Heiligen. Als Pförtner des St.-Anna-Klosters in Altötting wurden ihm eine große Liebe zu den Armen und Geduld und Freundlichkeit im Umgang mit den verschiedensten Menschen nachgesagt. Bruder Konrad starb 1894. Bereits 36 Jahre nach seinem Tod wurde er von Papst Pius XI. selig gesprochen und nur vier Jahre später vom selben Papst in die Riege der Heiligen aufgenommen.

 

Nähere Informationen zu diesen und vielen anderen Heiligen finden Sie z.B. unter www.heiligenlexikon.de

 

 

Pfarrkirche St. Lantpert

An der Stelle der ersten Kirche in Lerchenfeld wurde 1983 der Grundstein für das jetzige Gotteshaus gelegt. Bereits ein Jahr später konnte die fertig gestellte Kirche der Gemeinde übergeben werden. Die Kirchweihe vollzog am 9. Dezember 1984 der Erzbischof von München und Freising, Friedrich Kardinal Wetter.

Der Entwurf für den Kirchenraum stammt von den Freisinger Architekten Hans Hofmann und Franz Altmann.
Das Gebäude mit einem Grundriss von 19 auf 25 m weist eine schlanke, halbrunde Ost-Apsis auf. In einer weiteren Apsis an der Nordwand befindet sich das Taufbecken mit Taufbuch und Taufgarnitur. Im Süden ist die Werktagskirche (7x15 m) angefügt, vom Hauptraum getrennt durch Rundpfeiler. Im Südteil des Bauwerks ist die Sakristei mit ihren Nebenräumen.
  

 

Den Kirchenraum überspannt und gliedert das Dachwerk als sichtbare Holzbinderkonstruktion.
Die schmale Hauptapsis wird durch seitliche, vom Kirchenschiff aus nicht sichtbare, sich über die gesamte Höhe von ca. 10 m erstreckende Lichtschlitze erhellt. Der davor gelagerte, rechteckige Altarraum erhält sein Licht durch ein großes Fenster im Süden. Die Nordwand ist durch hoch gelagerte Schmalfenster gegliedert, die von einem horizontalen Lichtband unter dem Gebälk aufgefangen werden. Das Holz des Dachwerks vermittelt zusammen mit dieser gedämpften Lichtführung eine wohltuende Geborgenheit.

Zwei große Bankblöcke flankieren den auf die Altarinsel hinführenden Mittelgang. Der Zelebrationsaltar aus Jurakalkstein birgt in einer Nische ein als Haus ausgeformtes Gefäß mit der Reliquie des Kirchenpatrons, dem Heiligen Lantpert. Aus dem gleichen Stein wie der Altar sind der Taufstein der Kirche und der Ambo gehauen, beide mit figürlichen Darstellungen verziert. In der Apsis hinter dem Priestersitz befindet sich die mächtige Figurengruppe eines Gnadenstuhls, die 1984 von Wilhelm Breitsameter in Bronze gegossen wurde.
Der Fußbodenbelag aus dunkelrotem, ornamental versetztem Klinker betont die Raumgliederung der Kirche. Tief in den Kirchenraum ragt die Empore, die das große Orgelwerk trägt. Sie erhält ihr Licht hauptsächlich vom großen Westfenster, das das Pfingstereignis zeigt.

An der Fassadengestalt der Kirche ist die Trennung der Nutzung deutlich ablesbar. Mittig, gekrönt vom bunten Westfenster, führt das Portal in den großen Kirchenraum; seitlich zurückgesetzt ist der Eingang zur Werktagskirche. Neben dem Eingang zur Werktagskirche thront die sitzende Figur des Heiligen Lantpert, die Rechte zum Segensgestus erhoben, in der linken Hand das Dommodell auf der Nebelwolke – eine Skulptur, die Manfred Kozel 1999 gefertigt hat (ebenfalls aus Jurakalkstein).
Auf dem Platz vor der Westfassade erhebt sich als markantes Zeichen für den ganzen Stadtteil Lerchenfeld der 41 m hohe Campanile (Kirchturm) mit seinem pyramidenförmigen Dach, einem Glockenstuhl mit fünf Glocken und ebenerdig mit Gedenktafeln an die Verstorbenen der beiden Weltkriege. Vom Turmstüberl auf etwa 30 m Höhe hat man einen einmaligen Ausblick über ganz Freising.

 
 

Werktagsaltar

Der Werktagsaltar auf der rechten Seite der Kirche stammt noch aus der alten Kirche, die 1983 dem Neubau weichen musste.

In ihm befindet sich der Tabernakel zur Aufbewahrung des Allerheiligsten. Darüber wacht eine Statue des Heiligen Lantpert. Im Hintergrund ist der Freisinger Mariendom zu sehen.

Wandmalereien

Die Wandmalerei in der Kirche St. Lantpert steht unter dem umfassenden Thema „Weg der Verheißung“. Dieser Weg beginnt an der Nordwand, links des Eingangs mit dem Lebensbaum über den Grundsteinplatten beider Kirchbauten, die von den Quellen der vier Paradiesflüsse umströmt werden. In den weiteren Nordwandfeldern werden die Bewirtung der drei Engel durch Abraham und der schlafende Jakob vor der Himmelsleiter (drittes Feld), die Salbung des David durch Samuel (vierte Tafel) dargestellt. Über der Taufnische befindet sich die Darstellung der Verkündigung an Maria. Das sechste Feld vollendet schließlich das Erlösungswerk mit der Begegnung am Ostermorgen.

In der Ost-Apsis wird der versilberte Gnadenstuhl von mehreren Gemälden umgeben. Zu sehen sind zum Beispiel ein Schachbrett mit den Namen der Erdteile und der Stadt Rom, oder eine Doppelharfe, die das Lied der Erlösten symbolisiert.

Die Ostgiebelwand, die wie die Nordwand erst Ende der 90er Jahre durch Prof. Dr. Franz Bernhard Weißhaar mit Fresken gestaltet wurde, zeigt unter anderem auf der rechten Seite die Prozession der 24 Heiligen und Seligen, auf der linken Seite das als Stadtplan dargestellte himmlische Jerusalem. Diese Bilderwelten sind in Fresco-Secco-Technik mit Naturkasein auf den angefeuchteten Kalkmörtel der Wand gemalt.


Detailliertere Informationen zu den einzelnen Szenen der Wandfresken können Sie einer Festschrift entnehmen, die anlässlich der Einweihung der Gemälde 1999 erschienen ist – erhältlich in der Kirche oder im Pfarrbüro.

(Quelle: Die Botschaft der Bilder, Heide Weißhaar-Kiem)

St. Erhard in Attaching

Im Kircheninneren fällt der erste Blick auf die Barockaltäre. Das Bild im Hochaltar zeigt die Taufe der heiligen Ottilie, die mit ausgestreckten Armen vor dem Taufbecken kniet. Getauft wird sie vom heiligen Erhard, dem Patron der Kirche. Der Sage nach war Ottilie blind und wurde durch die Taufe geheilt. Die beiden Seitenaltäre sind dem heiligen Florian, dem Schutzheiligen der Feuerwehr, und dem heiligen Leonhard, dem Schutzpatron der Tiere, geweiht. Reich verziert ist neben der Decke die gemauerte Kanzel an der Nordseite des Kirchenschiffes. Gegenüber der Kanzel hängt ein großes, barockes Kreuz, das Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden ist. Weitere alte und kostbare Gemälde schmücken den Kirchenraum der Attachinger Kirche: So zum Beispiel das Deckengemälde, das die Heilige Dreifaltigkeit und Maria auf der Mondsichel zeigt, oder eine Kopie des Gnadenbildes „Maria Trost“. Nähere Informationen zur Kirche finden sich im Kirchenführer, der in der Kirche aufliegt.
      

Bruder-Konrad-Kirche in Eittingermoos

Die Grundsteinlegung für die Bruder-Konrad-Kirche in Eittingermoos erfolgte am 25. November 1934, die Einweihung am 30. Juni 1935. Um den Neubau der kleinen Kirche überhaupt finanzieren zu können, wurde in allen Kirchen der Diözese an einem Sonntag eine Sammlung veranstaltet.

Den noch fehlenden Betrag steuerte man durch Eigenleistung bei. Die treibende Kraft für den Kirchenbau in Eittingermoos war Kaplan Marianus Mock aus Eitting.
Er ist auch dafür verantwortlich, dass die „Mösler“ ihre Kirche Bruder Konrad weihten. Der aus sehr einfachen Verhältnissen stammende Bruder Konrad passe sehr gut zu den ebenfalls armen Bauern im Moos, so die Überzeugung von Kaplan Mock, der von 1930 bis 1938 als Kaplan auch in Eittingermoos war.

Bruder Konrad war noch nicht heiliggesprochen, als mit der Planung der Kirche begonnen wurde. Eine Delegation aus Eittingermoos fuhr nach Rom, um die Heiligsprechung ihres Kirchenpatrons voranzutreiben.

Die „Mösler“ sind heute nicht nur stolz darauf, dass Bruder Konrad auch Dank ihrer Fürsprache durch Papst Pius XI. heiliggesprochen wurde, sondern auch darauf, dass ihre Kirche die erste Bruder-Konrad-Kirche war. Zum 50-jährigen Jubiläum erhielt die Kirche einen Anbau für eine größere Sakristei.
  

  

   

   

 

Marienkapelle

1979 errichtete die KAB-Ortsgruppe eine Marienkapelle, die am 11. November 1979 geweiht wurde. An Maria Heimsuchung (2. Juli) findet das Patrozinium statt.
Das Fresco zeigt Maria als „Theotókos“, als Gottesgebärerin, und zugleich als die schützende Frau, die uns Jesus, das Kind, den Heiland und Retter, entgegenhält. Gestaltet wurde der Kapellenraum vom Münchner Künstler Peter Burghart.
2003 wurden auf der Wiese vor der Kapelle Stelen mit den Rosenkranzgeheimnissen errichtet, und die Kapelle bekam einen kleinen Glockenturm. Seine Spitze schmückt ein goldenes Kreuz, das von der alten Pfarrkirche St. Lantpert stammt, die 1983 abgerissen wurde.
Die Kapelle an der B11 ist frei zugänglich und lädt zum Gebet ein.

So erreichen Sie die Kapelle:
In der Jagdstraße (von der Moosstraße kommend) geht auf der rechten Seite ein kleiner Kiesweg direkt bis zur Marienkapelle. Parkplätze finden Sie entweder entlang der Jagdstraße oder parken Sie direkt am Anfang des Kiesweges. Der zweite Weg zur Marienkapelle führt Sie auf der Verlängerung der Kepserstraße Richtung Brücke über die B11. Am Anfang der Brücke geht links eine Treppe direkt hinunter zur Marienkapelle.

 

 

 

 

 

Dreifaltigkeitskapelle

Ende der achtziger Jahre gab der Bau der Autobahn A92 und die damit verbundene neue Verkehrsführung in die Filialgemeinde Eittingermoos den Anstoß zur Errichtung der Dreifaltigkeitskapelle.
Bei der Suche nach einem Patron stand zunächst der Heilige Franz von Assisi im Fokus der Gemeinde. Da aber die Erzdiözese München und Freising 1989/1990 in einem Festjahr der Gründung der Diözese durch den heiligen Bonifatius im Jahr 739 gedachte, wurde schnell klar, dass ein Zeugnis für dieses Ereignis geschaffen werden sollte. Architekt Hans Hofmann, von dem auch die Architektur der Pfarrkirche St. Lantpert stammt, konzipierte einen dreieckigen Grundriss, der Ausdruck für den Glauben an den Dreieinen Gott, die Heilige Dreifaltigkeit, ist.
Drei Jahre nach der Grundsteinlegung, am 22. Mai 1993, weihte Weihbischof Heinrich Graf von Soden-Frauenhofen die Dreifaltigkeitskapelle in der Moosstraße am Abzweig in die Riegerau.
Für die Innenausstattung der Kapelle wurde die Freisinger Künstlerin Maria Kiess gewonnen. Das Thema der Kapelle, die heilige Dreifaltigkeit, ist auch im Inneren der Kapelle zu sehen. Drei Gemälde stellen von links nach rechts den Vater, Sohn und den Heiligen Geist dar. Hinter dem Altar thronen Christus und Maria, die gleichzeitig als Mutter Christi und „Mutter der Kirche“ dargestellt ist.
Das dritte Gemälde, rechts des Einganges, zeigt den Heiligen Geist als den Lenker und Leiter der Gemeinschaft der Heiligen, also der gesamten Kirche, die als Ort der Begegnung mit der Dreifaltigkeit gilt. In diesem Gemälde sind auch die beiden Heiligen, an die während des Jubiläumsjahres gedacht wurde, zu sehen: Der Gründer der Diözese, der Heilige Bonifatius, und der erste Bischof von Freising, der Heilige Korbinian.

Anfahrt zu Kapelle:
Die Dreifaltigkeitskapelle finden Sie in der Verlängerung der Moosstraße an der Weggabelung nach Eittingermoos und zu den Marzlinger Weihern.

 

 

 

 

 

Bildstöcke

In der Ismaninger Straße Nähe Gartencenter Dehner und in Gute Änger vor dem Karolina-Gerhardinger-Kindergarten stehen Bildstöcke, die zum Verweilen und Beten einladen.